Sicherheit für Pferd und Reiter


horsewoman-301825_640Eine entscheidende Bedeutung kommt im Rahmen des Pferdesports dem Thema Sicherheit zu. Man sollte sich bei der Arbeit mit Pferden immer der Tatsache bewusst sein, dass es sich um Fluchttiere mit enormen Körperkräften handelt. Ein Pferd, welches in Panik gerät, lässt sich weder vom Boden noch vom Sattel aus unmittelbar wieder unter Kontrolle bringen. Wichtig ist daher vor allem eines: das Ausbrechen von Panik möglichst vollständig zu verhindern. Hierzu muss man sich mit den besonderen Abneigungen des eigenen Pferdes vertraut machen. Wenn es etwa Angst vor Traktoren oder Rasensprengern entwickelt (die tatsächlich wie Schlangen klingen können), dann macht es bei einem Ausritt Sinn, mindestens durchzuparieren und im Schritt weiter zu reiten bzw. abzusteigen und das Pferd zu führen. Das Pferd muss in solchen Fällen vorsichtig und nach und nach daran gewöhnt werden, das von diesen Dingen keine Gefahr ausgeht. Um die Reiterin selber zu schützen ist ein Helm, vor allem im Gelände, unverzichtbar. Gleiches gilt für festes Schuhwerk, welches im Falle von Stürzen leicht aus den Steigbügeln gleitet. Andere Zusatzausrüstung wie etwa Sicherheitswesten sind oftmals eine Frage des persönlichen Geschmacks. Denn solche Westen sind zwar geeignet, den Aufprall bei einem Sturz abzudämpfen. Sie schränken umgekehrt aber auch die Beweglichkeit auf dem Pferd ein, weshalb man im Sattel in bestimmten Situationen schlechter reagieren kann. Umgekehrt kann eine Sicherheitsweste aber auch dazu führen, dass man sich persönlich sicherer fühlt und sich diese Sicherheit auf das Pferd überträgt. . Insofern kommt es bei der Auswahl der Ausrüstung vor allem darauf an, dass man sich persönlich darin wohlfühlt.

KostenTrotz aller Vorsichtsmaßnahmen lassen sich Unfälle mit Pferden nicht immer vollständig vermeiden. Deshalb kommt man als Pferdehalter nicht umhin, sich auch mit dem Thema Versicherungen auseinander zu setzen. Denn als Halter eines Tieres ist man nach bürgerlichem Recht für alle Schäden verantwortlich, die dieses Tier verursacht. Ein Pferd im Straßenverkehr zu reiten, ohne zuvor eine Tierhalter Haftpflichtversicherung abgeschlossen zu haben ist deshalb ein absolutes No-go. Doch selbst wenn man selber ausschließlich auf der Reitbahn oder in der Halle reitet, sinkt hierdurch nicht notwendigerweise das vom Pferd ausgehende Unfallrisiko. Denn wenn ein Pferd von einer Weide ausbricht, kann es genauso schnell in den Straßenverkehr oder gar auf Eisenbahnschienen geraten. Ohne Reiter auf dem Rücken steigt dann das Unfallrisiko. Da es in einem solchen Fall nicht nur zu Sach- sondern auch zu Personenschäden kommen kann, sollte die Deckungssumme der Haftpflichtversicherung nicht zu niedrig angesetzt werden. Wer mehrere Pferde besitzt und diese auf einer eigenen Weide hält, sollte auch diese versicherungstechnisch absichern. Darüber hinaus ist es zumindest eine Überlegung wert, Darüber hinaus ist es zumindest eine Überlegung wert, eine Operationsversicherung für das Pferd abzuschließen, damit im Falle eines Falles die notwendige Behandlung nicht aufgrund zu hoher Kosten unterbleiben muss.