Aug 31 2016
Wege zum Pferd

Cushing-Syndrom beim Pferd

Ursache des Cushings-Syndroms beim Pferd

Das Cushing-Syndrom tritt auf, wenn sich Cortisol in unnatürlich großen Mengen im Blut konzentriert. Dadurch entstehen eine Reihe von Beschwerden – erhöhter Blutzuckerspiegel und ein geschwächtes Immunsystem sind typisch – sowie bei chronischer Erkrankung markante Veränderungen des Körperäußeren. Das Cushing-Syndrom beim Pferd (bei Menschen, Hunden und Katzen kann diese Erkrankung ebenfalls auftreten) ist eine hormonelle Fehlfunktion der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse), die zu viel des Hormons ACTH ausschüttet. Das Hormon ACTH wiederum weist die Nebenniere an, Cortisol zu bilden. Wird zu viel ACTH ausgeschüttet, bildet sich auch eine zu hohe Menge an Cortisol in der Folge. Diese Erkrankung kann auch auftreten, wenn ein Pferd zu lange oder zu intensiv mit Kortison behandelt wurde. In dem Fall wird von einem iatrogenen Cushing-Syndrom gesprochen. Die Erkrankung tritt für gewöhnlich nur bei älteren Tieren (ab 15 Jahren) auf.

Symptome des Cushing-Syndroms beim Pferd

Die typischen Begleiterscheinungen dieser Erkrankung sind ein erhöhter Blutzuckerspiegel (Diabetes mellitus), eine Schwächung des Immunsystems sowie eine Veränderung der körperlichen Form des Pferds. Aus diesen Beschwerden ergeben sich weitere Symptome, die sowohl in ihrer Gesamtheit als auch nur in Teilen auftreten können.

Die Veränderung der körperlichen Form ist das Augenscheinlichste. Es entstehen Fettablagerungen an ungewöhnlichen Stellen am Körper, beispielsweise um die Augenpartien herum. Typisch ist auch eine Stammfettsucht, was zu einem Hängebauch führt.

Aus den anderen beiden Merkmalen ergeben sich einige weitere mögliche Symptome. Typisch sind Hirutismus (das Fell wechselt nur langsam, es wirkt somit struppig), Störung der Fruchtbarkeit, das Pferd verliert an Gewicht durch Verlust an Muskelmasse, das Pferd trinkt viel Wasser und setzt auch mehr Urin ab sowie Störungen der Sehfähigkeit bis hin zur Erblindung.

Des Weiteren kann das Tier leichter an bestimmten Krankheiten erkranken, da das Pferd einem erhöhten Infektionsrisiko durch das geschwächte Immunsystem ausgesetzt ist. Infektionen wie Nebenhöhlen-Entzündungen treten leichter und häufiger auf, es kann Hufrehe auftreten und die Wundheilung ist gestört beziehungsweise geht nur langsam vonstatten. Eine allgemeine Leistungsschwäche ist ebenso typisch.

Auch im weiteren Verhalten des Pferdes können Veränderungen auftreten. Eine allgemeine Bewegungsunlust des Pferds bis hin zur Apathie ist ebenfalls zu beobachten.

Behandlung des Cushing-Syndroms beim Pferd

Natürlich steht zuallererst eine veterinärmedizinische Untersuchung durch den Tierarzt an. Stellt dieser dann tatsächlich das Cushing-Syndrom fest, wird die Erkrankung mit entsprechenden Medikamenten behandelt. Meist wird das Medikament Trilostan verabreicht, dass die erhöhte Aktivität der Nebenniere senkt und somit die ausgeschüttete Menge an Cortisol im Blut. Neben Trilostan existieren alternative Medikamente, die die gleiche Vorgehens- und Wirkungsweise besitzen. Andere Therapien sind bislang nicht möglich.

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